Praktizierte Christenlehre
Dienstag, 27. September 2005Religion kann nicht jeder unterrichten. Man muss studieren, das Latinum und Graecum ablegen und dann in der Referendarzeit zeigen, dass man ein verantwortungsbewusster fähiger Pädagoge ist. Hat man den ganzen Schmus hinter sich, ist es endlich soweit:
In der dritten Klasse kann man dann den Kindern die pädagogisch wertvolle und bildhafte Schilderung der vereiterten Bauchhöhle seiner selbst nach einem Blinddarmdurchbruch zuteil werden lassen, um ihnen dann als Happy End die Begegnung mit Gott im OP-Saal einschließlich heiligem Händeschütteln aufzutischen, woraus man leider leider (besonders bedauerlich für die Kinder und deren Eltern) durch eine übereifrige Ärztin herausgerissen wurde.
In der vierten Klasse feiert man dann christlich Erntedank im Klassenzimmer und während sich die Kinder gegenseitig den sündigen Kuchen in den Mund stopfen, lässt man den kleinen Joachim mal raten, mit was man ihn da eben gefüttert hat. Oh Herr er kommt nicht drauf und kaut und kaut…ja Kreide war´s! Welch göttlicher Spaß ist doch das Religionslehrerdasein!
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Entweder ich verstehe die Fachsprache der Kinder nicht mehr oder Konami läßt seine Trading Cards mit Google übersetzten.