Hunger
Sonntag, 18. Dezember 2011Kind 2 schlug heute vor, Afrika abzuschaffen. Dann sollen die Erfinder ein neues Land erfinden, so dass die da nicht mehr so hungern müssen.
Kind 2 schlug heute vor, Afrika abzuschaffen. Dann sollen die Erfinder ein neues Land erfinden, so dass die da nicht mehr so hungern müssen.
Wir wollen Birnenkompott herstellen. Dazu brauchen wir Einweckgläser. Die billigsten die Frau C. fand, gab es für 99 Cent. Man kann aber auch im Supermarkt für 39 Cent Apfelmus im Glas kaufen und dabei sogar das Apfelmus wegschmeißen und hat dann ein Einweckglas für 39 Cent. Wie krank ist dieser Kapitalismus? Das kann doch nicht gutgehen…
Nur für mich als Erinnerung, da bereits zwei mal passiert: Erwärme nie wieder einen Döner in der Mikrowelle. Das wird schlabbriger Matsch. Lass ihn lieber kalt!
Frau C. meinte, ich muss die selbst gemachte Quittenmarmelade probieren. Ich will aber nicht. Ich esse keine Quittenmarmelade. Nicht mal wenn sie von Lucia Moniz gekocht sein würde. Also sagte ich NEIN.
Jeder halbwegs intelligente Mensch würde wenigstens mal probieren was er nicht kennt, meinte Frau C. AHA, ich bin also dumm oder wie, entgegne ich etwas lauter, da bei mir morgens die gute Laune so weit weg ist, wie Tatortkommissare dem Bundespräsidentenamt. So meinte sie es nicht, sagte sie. So hast du es aber gesagt, meinte ich, usw.
Heute Abend nannte ich sie dann eine Quittenhexe, worauf sie mit Fleischsalat zu werfen drohte. Die Kinder freuten sich natürlich. So kann, nur durch Marmelade, ein kleiner Ehekrieg anfangen. Vielleicht verlange ich, dass sie mit mir Natural Born Killers guckt. Im Gegenzug esse ich dabei ein Quittenmarmeladenbrötchen.
Gestern forderte ich Kind M. im Konsum auf, den Weißwein zu suchen. Sie stand nach kurzer Suche vor einer Weißweinflasche aus grünem Glas und rief zur Belustigung des gesamten Supermarktes laut “Hier! Ach nein, das ist ja Grünwein, den brauchen wir nicht!”
Wenn die Evolution gewollt hätte, dass wir Körner essen, dann hätten wir Schnäbel!
Frau C. trug mir auf, aus dem Supermarkt einen Eisbergsalat mitzubringen. Um der Familie etwas Gutes zu tun, erstand ich einen BIO-Eisbergsalatkopf. Was ich nicht wusste: Der Salat war für den Hasen gedacht. Nicht nur das der Hase keinen schnöden Feldsalat isst, nein, er schnurpst jetzt auch noch teure Biokost.