Boot

Montag, 06. April 2009

Kind M. meinte, wir müssen uns ein Boot kaufen.
“So eins bei dem man unten drin schlafen kann”, sagte ich.
“Ja, und ein Restaurant drin muss es haben”, fügte Kind M. hinzu.
“Bisschen groß! Eins mit eigener Küche muss reichen.”, antwortete ich.
“Gut”, sagte Kind M., dann machen wir es so: “Du lenkst. Ich angle. Mama kocht unten und Kind L. passt auf Kind C. auf.”
“Guter Plan! So machen wir es.”, sagte ich.

Sich selbst auflösender Faden

Mittwoch, 11. Februar 2009

Da die Kinder bereits frugen, wer dieser fremde Mann in der Küche ist, kam ich das erste mal in diesem Jahr pünktlich nach Hause. Nach ca. 20 Sekunden meiner Ankunft dachte sich Kind C. mal, “ach… renn ich doch mal mit 50 km/h gegen die Kante des Türblattes”. Zehn Minuten später waren wir dann beim Zahnarzt um die Wunde nähen zu lassen. Schreiende Kleinkinder, mit Fassung ringende Frauen… schön, wenn man mal pünktlich ist.

Trauer

Donnerstag, 05. Februar 2009

Frau C. mal eben auf den Mond schießen wollen! Hat mal ein Stück grüne Pappe gebraucht und mal schnell meinen Studiums-Erinnerungs-Hefter (den mit den Weißblechtieren) zerschnippelt. Ich bin traurig.

Wassernot

Mittwoch, 07. Januar 2009

Gestern Abend nur mal das Bad gelüftet, schon waren alle beiden Mischbatterien eingefroren.

Silvester 2008

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Silvester 2008 mal zu Hause. Wegen der Kleinen. Das große Kind L. feiert bei einer Freundin und Frau C., Kind M. und Kind C. haben zu Hause eine kleiner Feier veranstaltet. Aus Gründen der altersabhängigen Verfassung ist gegen 21:30 Uhr das letzte Kind im Bett verschwunden. 22:00 Uhr kehrte ich die Küche. So ein Silvester habe ich auch noch nicht erlebt. Eine Rakete habe ich aufgespart. Mit dieser werde ich wohl alleine nach unten stapfen und einen Geist vertreiben. Viel Glück allen Lesern!

Familienverkleinerung

Montag, 01. Dezember 2008

Gerade einen Anruf von zu Hause bekommen, dass Klaus Bubi Wellensittich frisch verstorben ist. Heute früh räumte er noch fröhlich eine Reihe des Setzkastens aus, und nun lag er regungslos neben dem Schreibtisch. Er wartet nun im Schuhkarton auf sein Begräbnis (wegen starkem Regen ausgesetzt).

Kind M. meinte außerdem, wir brauchen keinen neuen Vogel, weil wir doch noch den Hund und den Hasen und die Katzen von Frau Pinski und die Nachbarn haben.

Quittenkrieg

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Frau C. meinte, ich muss die selbst gemachte Quittenmarmelade probieren. Ich will aber nicht. Ich esse keine Quittenmarmelade. Nicht mal wenn sie von Lucia Moniz gekocht sein würde. Also sagte ich NEIN.

Jeder halbwegs intelligente Mensch würde wenigstens mal probieren was er nicht kennt, meinte Frau C. AHA, ich bin also dumm oder wie, entgegne ich etwas lauter, da bei mir morgens die gute Laune so weit weg ist, wie Tatortkommissare dem Bundespräsidentenamt. So meinte sie es nicht, sagte sie. So hast du es aber gesagt, meinte ich, usw.

Heute Abend nannte ich sie dann eine Quittenhexe, worauf sie mit Fleischsalat zu werfen drohte. Die Kinder freuten sich natürlich. So kann, nur durch Marmelade, ein kleiner Ehekrieg anfangen. Vielleicht verlange ich, dass sie mit mir Natural Born Killers guckt. Im Gegenzug esse ich dabei ein Quittenmarmeladenbrötchen.

Auf dem Friedhof

Montag, 06. Oktober 2008

Kind M: “Wollen wir die ausbuddeln?”
Frau C: “Nein, aber Oma würde sich freuen wie schön du ihr Grab harkst.”
Kind M: “Aber die kann mich doch gar nicht sehen!”
Frau C: “Doch, die sieht das aus dem Himmel.”
Kind M: “Aber die liegt doch hier im Grab.”
Frau C: “Nein, der Körper liegt im Grab, aber die Seele ist im Himmel.”
Kind M: “Ach so, der Körper liegt im Grab und die Haut ist im Himmel!”

Kalt

Montag, 22. September 2008

Ich sitze seit Tagen in der ungeheizten Wohnung. Die Heizungsanlage ist vorübergehend stillgelegt, so dass zur Kältebekämpfung eine mehrschichtige Deckenansammlung über meinen Beinen liegt. Das sind harte Abende für mich, wo ich doch ein großer Fan der globalen Erwärmung bin.

Mumie

Montag, 04. August 2008

Auf Grund eines Missgeschickes bei der Wortwahl der Frau C. wird Oma von den Kindern nur noch Mumie genannt. Nach zwei Tagen verbaler Mumifizierung sprach Frau C. nun ein Verbot aus.